Eine großer Baum in vollem Grün eignet sich für ganz besondere Wyda-Übungen

Wer waren die Druiden wirklich?

Druiden – Priester, Heiler, Seher, …

Über die Druiden ist nicht viel bekannt, man weiß zwar, dass sie als Priester, Gesetzgeber, Heiler, Seher, Sternkundige und Barden die geistigen Führer der Kelten waren, doch gibt es nur sehr wenig Zeugnisse und Überlieferungen über ihr Wirken. Das Druidentum in seiner ursprünglichen Form ist schon vor weit über tausend Jahren untergegangen und doch ranken sich viele Sagen um diese alten Weisen, und noch heute leben sie in der irischen und englischen Mythologie und Legende weiter.

Die Druiden waren Menschen mit ganz besonderen Fähigkeiten. Sie wurden schon als Kind für diesen Weg und diese Ausbildung ausgesucht. Es war sicher kein leichter Weg, weil sie in jungen Jahren von den Eltern getrennt und von einem Druiden aufgezogen und unterrichtet wurden. Erst im Erwachsenenalter durften sie wieder Kontakt zu den Eltern haben. Der Sinn dahinter war, dass kleine Kinder (auch heute noch) besondere Fähigkeiten haben, die aber verloren gehen, wenn sie nicht richtig geschult werden.

Die Ausbildung dauerte 20 – 30 Jahre und hatte drei Stufen, der Barde, der Ovate – Heiler und der Druide.

Alles wurde nur mündlich weiter gegeben, die Schüler mussten Unmengen an Texten auswendig lernen.

Der Barde

Der Barde war die kreative Stufe, die Schüler lernten die schönen Künste wie Musik und Gesang, sie mussten Verse auswendig lernen und lernten die Dichtkunst.

Der Ovate -Heiler

Der Ovate – Heiler lernte die Pflanzenwelt kennen und wusste, welche Heilpflanze für welches Leiden hilft, sie bekamen tiefen Einblick in den Körper und das Wesen des Menschen und der Tiere. Sie waren die großen Heiler. Agrarwissenschaft zählte ebenfalls zu ihrer Ausbildung.

Der Druide

Der Druide war die höchste Ausbildungsstufe. Die Rechtsprechung, die Astronomie, die Weissagung und das Beherrschen der Elemente wurden in dieser Zeit erlernt. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lehre war jedoch gerade das immerwährende Weiterlernen, das Entwickeln der Erkenntnis und das Wachstum der seelisch, geistigen Kräfte.

Der Erzdruide

Der Erzdruide war der höchste Rang, sie waren die Berater der Könige und hatten eine angesehene Stellung bei Hof und beim Volk. Sie hatten nahezu alle wichtigen Positionen inne, ohne jedoch als eigentliche Führer in den Vordergrund zu treten, die äußere Macht überließen sie anderen. Die Überlieferung sagt, dass sich Druiden sogar zwischen zwei kämpfende Heere in einer Reihe aufstellten und so erreichten, dass es nicht zum Kampf kam, sondern verhandelt wurde.

Die Druiden wurden für die damalige Zeit sehr alt, weil sie ein gesundes Leben führten. Sie lebten in Verbindung mit der Natur, vorwiegend am Rand der Wälder und in Höhlen. Sie ernährten sich einfach, aber gesund und sie machten Wyda, die magischen Energieübungen.

Der weibliche Zweig der Druiden

Es gab auch einen weiblichen Zweig der Druiden, die Priesterinnen. Ihre Ausbildung war genauso lang und ähnlich wie die der Männer und sie hatten ebenso besondere Fähigkeiten.

Schriftlich und mündlich

Die Essenz der unterrichteten Philosophie wurde von den Barden in Triaden – Dreizeilern zusammengefasst, die der Schüler lernen musste, wobei besonders darauf geachtet wurde, dass er die Bedeutung dieser Lehrsätze im täglichen Leben manifestierte. Die Merksätze dienten der prägnanten Weitergabe der wichtigsten Merkmale der Lehre. Da keine schriftlichen Aufzeichnungen gemacht wurden, mussten diese Triaden auswendig gelernt werden. Generell gibt es nur sehr wenig schriftliche Überlieferungen. Erst die ersten christlichen Mönche die oft einen druidischen Weg hatten, machten Aufzeichnungen.

Es gibt heute noch das Buch des Barden Talisien mit den Triaden.

Drei Beispiele von Triaden:

Drei Dinge die ein Mensch ist:

Was er selbst denkt, was er sei

Was andere denken, was er sei

Was er wirklich ist

Drei Dinge die vor allem beherrscht werden müssen:

Die Hand

Die Zunge

Begierde

Drei Dinge die der Weise vermeidet:

Das Unmögliche zu erwarten

Über das Unwiederbringliche zu trauern

Das Unvermeidliche zu fürchten

Feindbilder

Schriftliche Überlieferungen gab es vorwiegend durch die römischen Geschichtsschreiber. Für die Römer gehörten die Druiden natürlich zu den Feinden und so hinterließen sie kein gutes Bild von den Druiden. In den Augen der Römer waren die Druiden Zauberer und Hexer, weil sie Angst hatten vor den Fähigkeiten dieser weisen Männer. Leider hat sich dieses falsche Bild der Druiden bis in die heutige Zeit gehalten.

Das Ende des Druidentums

Lange Zeit hatten die Druiden trotz der unglaublich langen Lehrzeit und ihres entbehrungsreichen Lebens, genug Schüler, um als Gruppe weiterzuleben. Ihr Ansehen und die Werte, für die die Meister standen, hatten stets die begabtesten jungen Männer angezogen. Doch mit dem Vordringen der Römer und später auch des Christentums wandelten sich die Werte und Vorstellungen des Volkes. An Stelle der erd- und naturverbundenen Philosophie des Wyda trat nun ein jenseitsbezogener Glaube. Das Zeitalter „Der Kinder der Eichen“ ging zu Ende.

Die Druiden Meister waren trotz ihrer Weisheit und ihrer erstaunlichen Fähigkeiten keine Übermenschen. Sie waren vielmehr wissbegierige, offene und tolerante Wesen, die sich bemühten, ihre Umwelt in täglich neuem Licht und Glanz zu sehen und zu verstehen. Sie waren Forscher, Psychologen, Mediziner und Philosophen, die sich stets ihrer Herkunft aus der Natur bewusst waren und erkannten, dass jedes Ziel nur im Einklang mit dieser Natur erreicht werden kann.

Gerade heute, in einer Zeit der Hektik, der Schnelllebigkeit und der Umweltzerstörung, gewinnen die Werte der Druiden wieder immer mehr Bedeutung. Wir alle müssen wieder lernen, unserer Umwelt – das schließt auch unsere Mitmenschen und uns selbst ein- mehr an wahrhaftiger Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Zeit der Druiden Meister ist unwiederbringlich im Strom der Geschichte untergegangen und es ist zwecklos zu versuchen, die vergangenen Epochen wieder aus ihrem Grab zu erwecken. Aber es steht in unserer Macht, ein neues Zeitalter zu beginnen, indem wir die alten Wegweiser unserer Vorfahren als Hilfe nehmen auf unseren eigenen, neuen Wegen.

Elisabeth Dellasega – Wyda Trainerin©

Im Mai gibt es einen Wyda Urlaub auf Mallorca mit der Energie des Meeres und im September ein Seminar auf der Lichtquellalm im Ausseerland.

Uralte Weisheiten für das Leben von heute!©

Literaturhinweis:

Wyda – die Kraft der Druiden von A.A. Schwarz, R.P. Schweppe, W.M. Pfau
Ein ganzheitlicher Weg zu Gesundheit und Spiritualität
Leider nicht mehr erhältlich

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