Zimtstangen und ein Sternanis

Früher habe ich mich schon im Sommer auf die Zimtsterne meiner Großmutter gefreut.

Zimtsterne und der Duft von Weihnachten

Der aromatische Duft von Zimt, kombiniert mit der Süße der Zuckerglasur vermittelt Wärme und Geborgenheit.

Kindheitserinnerungen an weiße Weihnachten und an gemütliches Beisammensein mit der Familie bei Kerzenschein werden durch diesen typischen Winterduft wachgerufen.

Auch Lebkuchen, Bratäpfel, Glühwein und Punsch leben vom Zimtaroma, sowie Apfelstrudel und natürlich Zimtschnecken.

Zimt war bereits im Altertum ein beliebtes Gewürz. Er war schon immer Bestandteil indischer Currymischungen. In der fernöstlichen Küche findet Zimt auch Verwendung bei Gemüsegerichten und Fleischspeisen.

Auch die Parfumindustrie nutzt den Zimtduft für ihre Kreationen.

Sehr gering dosiert verleiht er Duftmischungen eine geheimnisvolle, würzige Tiefe mit orientalischer Süße. In keiner Liebesrezeptur der Antike durfte Zimt fehlen. Heute wissen wir, dass sein Duft die Pheromonproduktion anregt und so luststeigernd wirkt.

Bratapfel- und Zimtduft lösen Weihnachts- und Heimatgefühle aus

Die Pflanze

Der qualitativ beste Zimt (Cinnamomum ceylanicum) stammt aus Sri Lanka. Die immergrünen Zimtbäume erreichen eine Höhe von bis zu 12 Metern, werden in Kulturen allerdings strauchartig gehalten. Die ledrigen grünen, bis zu 20 cm langen Blätter riechen beim Zerreiben nach Gewürznelke. Schließlich wird der Duft der Zimtblätter, als auch jener der Gewürznelke, von Eugenol, einem Phenol dominiert.

Der Zimt wird von der getrockneten Stamm- und Astrinde sechsjähriger Bäume gewonnen. Je dünner sie ist, umso feiner kommt ihr Aroma zur Geltung.

Medizinische Daten

Aktuelle Untersuchungen belegen die Wirksamkeit von Zimt bei Diabetes, Asthma, Alzheimer und hohen Cholesterinwerten.

Doch auch in der Volksheilkunde hat Zimt einen festen Platz. Ihm wird eine desinfizierende und krampflösende, durchblutungsfördernde, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. So wird Zimt traditionell vor allem bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Durchfall eingesetzt, aber auch bei Entzündungen, Rheuma und Kreuzschmerzen, Erkältungskrankheiten und Schmerzen.

Zimtöl

Das ätherische Zimtöl wird mittels Wasserdestillation aus der Rinde gewonnen. Von 150 kg Zimtrinde erhält man 1 kg ätherisches Öl.

Auch aus den Blättern wird ätherisches Öl gewonnen. Hierfür benötigt man nur 60 kg für 1 kg Öl. In der Aromatherapie bevorzugt man des ätherische Öl der Blätter, da dieses einen geringeren Gehalt an hautreizendem Zimtaldehyd und einen höheren an antiseptisch wirkendem Eugenol aufweist.

Das Zimtöl hat ein ausgesprochen großes antiinfektiöses Spektrum gegen Bakterien, Viren und Pilze. Durch Raumluftdesinfektion kann man damit Erkältungskrankheiten sehr gut vorbeugen. Die insgesamt stärkende und erwärmende Wirkung können wir für Körper und Seele nutzen.

Wegen seiner haut- und schleimhautreizenden Wirkung, darf Zimtöl nur sehr gering dosiert werden. Sind Kinder im Raum nicht mehr als 1 Tropfen ätherisches Zimtöl in die Duftlampe geben. Die Verträglichkeit von Zimtöl wird durch Zitrusdüfte erhöht.

Aufgrund der wehenauslösenden Wirkung sollen Schwangere Zimtöl meiden. Andererseits kannst du es bei Bedarf zur Geburtseinleitung verwenden!

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