Seefrau am Bug

Wie war das so mit dem Berg und dem Propheten?

von Julia Schratz

Ein kurzer Blick auf meinen Lebenslauf lässt vermuten: die weiß ja gar nicht, was sie will, so viele verschiedene Bereiche. Englisch unterrichten in China, Events für Kinder und Jugendliche und langjährige Trainerin in den Bereichen Handel und Dienstleistungen. Ein zweiter Blick lässt den roten Faden erkennen. Lernen und Entwicklung sind die beiden Begriffe, die mein Leben begleiten.

Selbstständigkeit dabei stets so ein „irgendwann mal, wenn alles passt“ Ziel. Wann passt denn alles? Und was ist alles? In meinem Fall trat irgendwann das Gegenteil ein: in der Anstellung passte nichts (mehr). Und so der Wechsel – wenn der Berg nicht zum Propheten, oder wie war das gleich. Das Gefühl, so geht es nicht weiter, machte sich immer breiter. Es war an einem Abend, beruflich unterwegs in Klagenfurt, bei einem Glas Wein oder zwei. Mit der langjährigen Freundin, die selbst schon selbständig. Erfolgreich selbstständig. Gemeinsam war vieles leichter, ohne dieses Gemeinsam hätte ich den Schritt nicht gewagt.

Es folgten Wochen und Monate der Orientierung, bürokratische Abenteuer. Viel Veränderung. Viele Kurse und die Erkenntnis, plötzlich bin ich selbst verantwortlich. Es gibt keine Marketing Abteilung mehr, keine IT und auch sonst nur dich und mich. Zu zweit, immerhin. Wir beschäftigen uns mit unserer „brand purpose“, unserem Namen, unserer Website. Unseren Inhalten. Manches fällt leicht(er), vieles wirkt überfrachtend.

Netzwerken

Ich besuche Kurse und lerne andere (angehende) Selbstständige kennen. Eine davon wird unsere Grafikerin, die nächste unsere Fotografin. Das tut gut, voneinander füreinander. Andere neo-selbstständige Frauen sind das. Wir verbringen verschneite Abende in den Bergen bei einer Freundin, die eine Werbeagentur führt und verstehen ansatzweise was Inbound Marketing bedeutet, bedeuten kann. Und wir lernen den Wert dessen, was Netzwerken bedeutet.

Beim Eintippen spuckt die Suchmaschine für die Bedeutung von Netzwerk aus: Personen mit ähnlichen Interessen, die einander unterstützen, indem sie sich mit Informationen versorgen und austauschen. (In eigenen Worten) Der Austausch wird immer wichtiger. Denn das in den Kursen gelernte, was bedeutet das für die Praxis? Wie wird das praxistauglich? Das Gefühl der Überforderung schlägt ein, wenn ich denke: Was sollen wir denn noch alles machen, gut können, bedenken?

Von konkreten Fragen und Emotionen

Ein Netzwerk haben wir uns geschaffen: donnerstags um 14:00 Uhr. Der weekly call (weil die Distanz Innsbruck – Salzburg zu groß für weekly meetings ist). Einmal in der Woche netzwerken wir. Drei Gründerinnen. Alle drei mit unterschiedlichen Wissensständen, Erfahrungen, Kompetenzen. Verbunden über die Herausforderungen des Alltags der Selbstständigen. Wir stellen uns Fragen, coachen uns. Wir spielen Ideen durch, loben und kritisieren uns. Wir entwickeln gemeinsame Ideen und verwerfen andere wieder. Wir pushen uns und wir nehmen uns verbal in die Arme.

Es sind teils ganz konkrete Fragen: Wie würdest du das machen? Bis hin zu Mir ist in deinem Seitenquelltext aufgefallen, dass die Description nicht in all deinen Unterseiten hinterlegt ist. Zu den Essenzen: Sorgen, Ängste, Freude, Begeisterung, Anerkennung und Lob.

Aus dem Austausch wurden auch schon Ideen, gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Die Weiterempfehlung, Tipps und Anregungen. Kritik. Weshalb die gut nehmbar ist? Einerseits weil konstruktiv formuliert und durchwegs positiv. Und andererseits, weil die Richtung, in die wir schauen, eine verbindende ist. Wir wollen gute Arbeit leisten. Wir wollen innovativ sein. Wir wollen kritisch reflexiv mit unserer Rolle als Frau umgehen. Wir wollen unsere Kunden und Kundinnen begeistern. [Julia]

Was ist daraus entstanden?

Seefrauen am Segeltörn

©Seefrauen.at

Der Segeltörn

Wir drei selbstständige Frauen kamen zur Erkenntnis, >>gemeinsam ist’s weniger einsam<< und auch deutlich produktiver. Und wir haben einen Entschluss gefasst: an dieser Stelle soll es erst richtig losgehen. Diese Form des Austauschens, voneinander profitieren, lernen und teilen, das soll mehreren Frauen zugänglich werden. Aus diesem Grund haben wir Sail, Network and Relax geschaffen. Einen einwöchigen Segeltörn für Frauen, die sonst kein Team haben, mit dem sie arbeiten. Frauen, die selbstständig sind und Ideen haben, für die sie brennen. Frauen, die, wie wir der Meinung sind: Vieles wird me(e/h)r, wenn geteilt. Netzwerken eben.

Weshalb auf dem Schiff?

Weil wir drei Gründerinnen selbst leidenschaftlich gerne segeln und davon überzeugt sind, das Boot ermöglicht einen wunderbaren „Tapetenwechsel“.

Wann und wo geht’s los?

Von 8. bis 15. September 2018 vor Kroatien.

Wie melde ich mich an?

Hier gibt’s die Infos zur Anmeldung sowie allen weiteren Details.

Wir freuen uns auf dich und eine faszinierende Netzwerk-Woche auf See,

deine

Veronika, Vivienne und Julia

 

Fotocredits: ©Seefrauen.at

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