Bärlauch – unheilabwendend, wohltuend und köstlich

In der Frühjahrsküche spielt der Bärlauch eine der Hauptrollen. Geruch und Geschmack sind speziell, das polarisiert. Viele lieben ihn, die anderen können ihn nicht riechen. Dazwischen ist kaum Platz für Kompromisse. Wer ihn nicht genießen kann, sollte vielleicht einfach auf seine Heilkünste vertrauen.

Herkunft und Verwandtschaft des Bärlauch

Der Bärlauch ist eng verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch – wer Bärlauch kennt, weiß, das riecht man auch -sowohl frisch als auch nach dem Essen.Bärlauch ist vor allem in Europa und Teilen Asiens verbreitet und wächst vorwiegend in schattigen, feuchten, humusreichen Auwäldern.

Ein freilebendes Gustostückerl

Vielerorts wächst er auch unter der Hainbuchenhecke im Garten. Da der Bärlauch, auch Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel oder Wurmlauch genannt, schon sehr früh im Jahr austreibt, ist er einer der ersten Schätze des Frühlings, die Garten oder Wald hergeben.

Schatz oder Unkraut?

Der Bärlauch ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 35 Zentimetern erreicht. Blütezeit ist von April bis Mai. Wer ihn im Garten hat, kennt aber auch seine Schattenseiten. Manche würden ihn eher als Unkraut denn als Schatz bezeichnen. Die Zwiebeln wurzeln tief und halten sich fest in der Erde, was das Jäten zur Herausforderung werden lässt.

Wirkung des Bärlauch

Bärlauch besitzt reichlich ätherisches Öl und Mineralsalze. Die alten Römer zogen Bärlauch sogar den Wirkungen des Knoblauchs vor. Die Pflanze wirkt sehr gut bei Arterienverkalkung, erhöhtem Blutdruck, Magenwürmern und Leberleiden. Magen und Darm werden vorzüglich gereinigt.
Bei Halsentzündung und Keuchhusten verreibt man Bärlauch mit Talg zu einer Salbe und reibt damit mehrmals täglich Hals und Brustpartie ein.Bronchitis, Husten und sonstige Erkältungserscheinungen: Bärlauch möglichst fein zerstoßen und mit dünnem Honig vermengen. Jede Stunde einen Teelöffel einnehmen.Wundreinigung: frischen Saft auf die frische Wunde träufeln.Bärlauch wird allerdings von vielen magenempfindlichen Personen nicht vertragen.

Unheilabwehrend und heilend

Im Mittelalter wurden dem Bärlauch sogar unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Er wirkt Stoffwechsel anregend, positiv auf den Cholesterinspiegel und hilft zudem bei Wurmbefall.
Bärlauch kann nicht getrocknet werden, da er dadurch die Wirksamkeit verliert. Für alle, denen es nur darum geht, ein Stückchen Frühlingsgeschmack zu konservieren: der Bärlauch bewahrt seinen Geschmack recht gut, wenn er im Gefrierschrank aufbewahrt wird.

Achtung, giftige Zwillinge

Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen!Bärlauch wird beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig, und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen.

Bärlauch, der Star der Frühjahrsküche

Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird Bärlauch meist roh und klein geschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt. Im Frühjahr kann Bärlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen. Auch für Pesto eignet sich Bärlauch hervorragend. Wer ihn lieber gekocht mag, sollte unsere Bärlauch-Spaghetti nachkochen!

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