Wie authentisch ist der Sinn?

Storytelling

Es ist nach 20:00 an einem kalten, regnerischen Winterabend. Im Headquarter von #TheFemaleCrowd ist es gemütlich warm. Dampfender Tee und Kaffee stehen auf dem schweren, einladenden Holztisch. Dazu duftender Lebkuchen. Eine kleine Kerze flackert von Zeit zu Zeit sanft…

– und Köpfe rauchen. Ja, so sieht es aus, wenn #TheFemaleCrowd sich die Sinnfrage stellt. Eigentlich sieht es meist so aus, wenn #TheFemaleCrowd sich irgendeine Frage stellt. Zumindest rauchen immer die Köpfe. Es ist ein lustvolles Rauchen, das leicht passiert, wenn Pamela und ich ins Diskutieren, Überlegen, Fachsimpeln, voneinander Lernen und miteinander Tüfteln geraten. Manche nennen es Brainstorming, manche nennen es Strategiebesprechung, manche würden es vielleicht Meeting nennen.

#startwithwhy

Wir nennen es in diesem besonderen Fall #startwithwhy.

Die Frage lautete: Was ist der Sinn von #TheFemaleCrowd? Nicht, dass uns das nicht klar wäre. Aber wie kommunizieren wir den Sinn am besten nach außen?

Der Sinn von #TheFemaleCrowd ist, Unternehmerinnen, an welchem Punkt auch immer sie stehen, die Möglichkeit zu bieten, sinnvoll, nachhaltig und authentisch sichtbar zu werden. Es geht also um authentische Kommunikation. Und zwar in allen Lebensbereichen. Klar, wir haben uns auf online spezialisiert, aber authentisch ist auch offline essentiell.

Paul Watzlawik formulierte es so treffend:

„Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“

Jede Interaktion zwischen Menschen, sei es persönlich (also offline), am Telefon oder eben online ist Kommunikation. Wenn diese nicht authentisch ist, sprich echt – ja, was ist sie dann? Es ist, unserer Meinung nach, also wichtig, mit dem ganzen Selbst, dem echten Sein und Tun in die Sichtbarkeit zu gehen. Deine Kommunikation nährt sich aus der Einzigartigkeit deiner Persönlichkeit. Du bist die Marke! Und das darfst du nach außen bringen.

Die Kernfrage ist also, was ist authentisch? Wer und/oder was bist du authentisch? Eines der schönsten Eigenschaften einer Kooperation ist, dass es immer mehrere Expertisen gibt. Pamela ist Expertin auf dem Gebiet Brandbuilding, sie brennt dafür, mit ihren Kunden deren Markenkern zu erforschen, die Potenziale ans Licht zu bringen und die Einzigartigkeiten zu erforschen.

Meine Expertise ist das Texten, das Schreiben, das konkrete authentische Kommunizieren in schriftlicher Form.

Der Sinn von authentischem Schreiben

Ich beschäftige mich heute also auch schriftlich mit dem Sinn und Nutzen authentischer Kommunikation in der Form des Schreibens.

Warum? Authentische Kommunikation ist der Schlüssel zu dir. Und wir alle präsentieren uns auf #TheFemaleCrowd schriftlich.

Was passiert beim Schreiben?

Durch das Schreiben ist es möglich, sich authentisch, aber überlegt zu präsentieren. Ich gebe zu, ich bin oft nicht die große Rednerin, die bei jedem Satz – vor allem vor Publikum – genau weiß, worauf der Satz hinauslaufen wird 😉 Ich brauche meinen roten Faden, ich muss mich intensiv vorbereiten und darf meinen Leitfaden auch nicht außer Acht lassen. Dann verliere ich mich in meinen Gedanken und finde meist den Bogen nicht mehr zurück zum Kern meiner Aussage und zu dem, was ich eigentlich sagen wollte. Beim Schreiben kann ich nachbessern, den Bogen wieder finden, zum Punkt kommen. Und nachher nachlesen, was ich veröffentlicht habe. Ja, ein ziemlich intimes Geständnis – authentisch halt 😉

Seit ich auf #TheFemaleCrowd meine Artikel veröffentliche, durfte ich lernen, dass auch mein Schreiben sich entwickelt. Immer weiter, manchmal unmerklich, manchmal auffallend. Aber immer weiter – herrlich! Entwicklung bedeutet aber auch: Better done than perfect. Wenn ich darauf bestanden hätte, dass mein Schreiben von Anfang an perfekt sein muss, hätte ich wohl nie begonnen. Mein Stil verändert sich, meine Gedanken, meine Emotionen und meine Ansichten. Und all das spiegelt sich in meinen authentischen Texten wieder.

Ein bisschen Therapie

Mein Zugang: wenn ich anfange zu schreiben, habe ich etwas im Sinn. Ich verfolge ein Ziel, ich möchte eine Botschaft vermitteln, etwas loswerden oder einfach eine Geschichte erzählen.

Während des Schreibens, wenn ich im Flow bin und es aus mir herausfließt, geht es mir dann oft so, dass ich drauf komme, dass ich die Dinge ganz anders formuliere, als ich vorgehabt hatte. Warum? Wenn ich mir wieder das große Warum vor Augen führe, lautet die Antwort meist, weil das, was ich vorhatte zu schreiben, gar nicht meinem authentischen Sein entspricht.

Das Schreiben an sich fördert also so viel aus dem Unbewussten zu Tage, dass jeder Artikel auch ein bisschen Therapie ist. Oft eröffnen und entwirren sich mir Gedankengänge und alles wird klarer und mehr Ich. Das heißt aber auch, dass es oft ganz schön persönlich werden kann.

Die Challenge daran ist also, dem Ganzen dann auch die Authentizität zu lassen. Ich möchte damit nicht sagen, dass gleich die Authentizität verloren geht, wenn man im Nachhinein etwas verändert. Wichtig ist nur, zur eigenen authentischen Meinung zu stehen.

So lange ich nicht perfekt bin…

…sage ich mir jeden Tag:

Du darfst mit deinem ganzen Sein und Tun authentisch sein. Du darfst dich entwickeln. Du darfst täglich etwas anderes Schreiben, wenn du dich täglich veränderst. Du darfst über dich selbst dabei lernen und du darfst dieses Lernen als solches (an)erkennen.

Und diese Entwicklung darf auch für Außenstehende erkennbar sein, wenn sie authentisch so ist.

Nieder mit alten Glaubenssätzen!

Gerade, dass es für Außenstehende sichtbar wird, kann oft die größte Hürde bedeuten, weil wir gelernt haben, dass wir perfekt sein müssen, bevor wir nach außen gehen. Dass wir uns perfekt präsentieren müssen, um nicht negativ aufzufallen. Doch wer sagt, dass wir das nicht dürfen? Die FuckUp Nights leben sogar davon, dass Menschen erzählen, was schief gelaufen ist.

„WARUM ÜBERS SCHEITERN SPRECHEN?
Scheitern ist so negativ behaftet, dass uns die Angst davor bereits bremst. Sie bremst Ideen, lähmt unseren Mut und frisst am Ende jede mögliche Innovation. Lasst uns gemeinsam eine Welt schaffen, in der wir Neues ausprobieren, hinfallen, aufstehen – und dann ganz normal weitermachen.“

Zitat aus der Facebookveranstaltung FuckUp Night Salzburg Vol.I 12.1.2018

Der Zeitfaktor – die richtige Reife

Und doch mache ich mich dafür stark, dass es die Entscheidung jedes Einzelnen ist, ob er die authentischen Gedanken, die aus dem Unbewussten hervorsprudeln, auch mit der Öffentlichkeit teilen will. Wenn es doch einmal zu weit in die Tiefe geht, dann kann der persönliche Teil auch in ein privates Nebendokument geparkt werden – wieder ein Vorteil am Schreiben. Auch das gehört zur persönlichen Entwicklung und zur authentischen Kommunikation, dass manche Gedanken erst noch reifen dürfen, bevor sie ans Licht kommen.

Der finale Sinn

Wenn ich etwas schreibe, dann soll es authentisch sein. Dann möchte ich persönlich das Gefühl haben, dass ich mich vollinhaltlich dahinter stellen kann und dass meine LeserInnen etwas davon haben. Sei es, dass sie mich besser kennen lernen, dass sie eine neue Perspektive erfahren, dass sie, wie in diesem Fall, etwas über meinen Sinn von authentischem Schreiben erfahren oder sich manche, im besten Fall, sogar bestärkt fühlen, ins Tun zu kommen.

Das ist also mein Sinn dieses Artikels.

In diesem Sinne

Vollinhaltlich und mit viel Herz, dass für authentische Kommunikation und das Schreiben schlägt

Deine Andrea

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