Steckerlspielen - für qualitative Beschäftigung mit deinem Hund

Heutzutage haben Hunde teilweise vollere Terminkalender, als so mancher Manager. Das Angebot an Beschäftigung für den geliebten Vierbeiner ist mittlerweile sehr groß und vielseitig. Das an sich ist ja etwas Gutes – nur muss es nicht voll und ganz ausgeschöpft werden.

 

Was mag mein Hund eigentlich gerne?

Um in der Vielfalt an Angeboten, das für deinen Hund richtige zu finden, solltest du dir erst einmal überlegen, was dein Hund eigentlich gerne macht. Läuft er gerne? Schnüffelt er lieber? Geht er gerne schwimmen? Denn so wie bei uns Menschen auch, ist die Beschäftigung dann befriedigend, wenn sie Spaß macht – wenn sie deinem felligen Freund liegt.

Wir leben in einer Welt voller Außenreize

Wir Menschen sind mittlerweile daran gewöhnt, dass wir dauernd mit Reizen konfrontiert sind. Wir schauen fern, hören Radio oder begegnen, wenn wir unterwegs sind, vielen Menschen. Wir sind ständig von Reizen umgeben – Geräusche, Gerüche, Werbung usw. Wenn wir in uns gehen und genauer darüber nachdenken, ist das auch für einige von uns ganz schön anstrengend. Wir nehmen uns nur selten die Zeit, in Ruhe und Stille an einem Ort zu sitzen und die Aussicht zu genießen – wir haben es verlernt. Unsere Hunde allerdings können das noch sehr gut – und brauchen das auch.

Aber ich muss meinen Hund jeden Tag stundenlang beschäftigen…oder doch nicht?

Hunde benötigen bis zu 20 Stunden Schlaf am Tag! Das ist eine Tatsache, die leider vielen nicht bewusst ist. Der Schlaf wird benötigt, um Erlebtes und Erlerntes zu verarbeiten und um Stress abzubauen. Ausreichend Schlaf dient zur Stressprävention. Und wenn man sich das durch den Kopf gehen lässt – bei bis zu 20 Stunden Schlaf am Tag bleiben ca. 4 Stunden übrig, in denen unser haariger Freund wach ist. In dieser Zeit genießt er es, mit uns zusammen zu sein.

Wieviel Beschäftigung braucht denn ein Hund nun?

Es gibt – wie auf so viele Fragen in der Hundeerziehung – auch hier leider keine allgemein gültige Aussage. Das Bedürfnis nach Beschäftigung richtet sich nach Alter, Gesundheitszustand, Rasse, Charakter und Tagesverfassung (die Liste könnte natürlich noch weiter geführt werden) des jeweiligen Hundes. Es ist ganz individuell. Das macht die Sache aber auch so schön spannend.

Um es ein bisschen einfacher zu machen, habe ich hier 5 Faustregeln für dich:

  • Beschäftigungen wählen, die Spaß machen
  • Weniger ist mehr
  • Qualität statt Quantität
  • Auf aufregende Tage folgen Faulenzertage
  • An Schlaf denken
  • Beschäftigung, die Spaß macht

Wie schon vorhin beschrieben, ist es wichtig, eine Beschäftigung zu wählen, die deinem Hund Spaß macht. Etwas, das ihm liegt. Wenn dein Hund gerne schnüffelt, kannst du mit ihm Maintrailing (Personensuche) versuchen, oder Fährte gehen. Wenn dein Hund gerne läuft, kannst du Agility probieren. Wenn dein Hund eher der ruhige Typ ist, reichen vielleicht schon gemeinsame Spaziergänge aus, die immer wieder spannend gestaltet werden. Hauptsache ist, dass es euch beiden Spaß macht! J

Weniger ist mehr

Das ist für mich eine der wichtigsten Regeln – sei es für die Beschäftigung oder auch für das Training. Es ist viel sinnvoller, wenige kurze Einheiten zu gestalten, als zu viele und zu lange. Es ist wahnsinnig anstrengend, sich lange Zeit zu konzentrieren. Daher werden beispielsweise Lawinenspürhunde nur ca. 10 Minuten am Stück eingesetzt. Danach dürfen sie sich wieder erholen. Auch bei freilebenden Straßenhunden kann man beobachten, dass sie nie lange am Stück laufen – sie sparen sich ihre Kräfte für den Ernstfall (zb. Jagd nach Futter). Das liegt in der Natur des Hundes.

Qualität statt Quantität

Viele Hundehalter haben den Anspruch an sich, jeden Tag mit dem Vierbeiner viele Kilometer zurück zu legen, „weil ein Hund ja viel Bewegung braucht“. Viel wichtiger ist es allerdings, den Spaziergang qualitativ hochwertig zu gestalten. Wie macht man das? Immer wieder neue Wege gehen, mit neuen Untergründen und neuen Gerüchen. Auch mal querfeldein gehen oder an einer schönen Stelle bleiben und den Hund in Ruhe alles erkunden lassen. Auch wenn ein Spaziergang manchmal nur ein paar Hundert Meter weit führt, kann er super sein. Es kommt immer auf die unterschiedlichen Reize an, die dem Hund geboten werden.

Faulenzertage einplanen ist wichtig!

Es ist wichtig, nicht jeden Tag des Hundes mit Aktivitäten zu verplanen. Nach jedem aufregenden Tag ist ein Tag zum faul sein sehr willkommen. So kann der vielleicht fehlende Schlaf vom Vortag nachgeholt und alles Erlebte verarbeitet werden. Dein Vierbeiner kann an einem Faulenzertag seine Energiereserven wieder auffüllen. Und wenn wir ehrlich sind – wir lieben es auch, manchmal einfach nur nichts zu tun und zu entspannen. 😉

Bitte nicht den Schlaf vergessen!

Ich weiß, ich wiederhole mich – aber Hunde benötigen bis zu 20 Stunden Schlaf am Tag! Das ist deshalb so wichtig, weil anhaltender Schlafmangel zu dauerhaftem Stress führt. Und dauerhafter Stress kann krank machen! Ich bin überzeugt davon, dass es Burn-Out nicht nur bei uns Menschen gibt, sondern auch bei unseren haarigen Freunden. Manche Hunde können sich gar nicht mehr so einfach beruhigen und entspannen, weil sie über längere Zeit zu wenig Schlaf- und Entspannungsphasen hatten. Daher – besser jetzt schon genügend Schlaf einplanen und somit dem Stress vorbeugen.

Nicht jeder Schlaf ist guter Schlaf

Damit sich deine Fellnase wirklich gut entspannen und gut erholen kann, ist ein geeigneter Schlafplatz sehr wichtig. Der sollte am besten so gewählt werden, dass der Hund nicht ständig aus dem Schlaf gerissen wird. Ein Platz am Weg zwischen Wohnzimmer und WC, der wahrscheinlich stärker frequentiert ist, eignet sich somit nicht. Wenn es möglich ist, ist ein eigenes Zimmer super! Wenn nicht, muss es ein Platz sein, an dem nicht so oft jemand vorbei geht. Und es gilt – wenn der Hund auf seinem Schlafplatz liegt, ist er tabu. Das bitte am besten auch kleinen Kindern von Anfang an beibringen.

Aber am allerwichtigsten ist – hab Spaß mit deinem Hund! J Genießt die Zeit zusammen und macht, worauf ihr Lust habt!

Gerne kannst du mich jederzeit kontaktieren, wenn du Fragen zu diesem Thema hast. Ich freue mich sehr, wenn ich weiterhelfen kann.

Tierische Grüße

Natascha Fahrnberger

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