Achtsamkeit im Leben

Achtsamkeit in meinem Leben / in meiner Arbeit

Welche Rolle spielen Achtsamkeit und Präsenz in meiner Arbeit als Lehrerin für Meditation und Orientalischen Tanz, in meiner Arbeit mit Frauen, die sich und ihre Körperlichkeit, ihre Sinnlichkeit erforschen wollen?

Um einen Raum des Vertrauens und der Hingabe zu kreieren braucht es meine Achtsamkeit und Präsenz. Mit Hingabe meine ich nicht nur die sexuelle Hingabe, sondern auch die Hingabe an die Musik, an den Tanz, an den Moment.

Eine Möglichkeit z. B. ist das Kreisen des Beckens im Kreis der Frauen, achtsam zu berührender Musik, die das Herz erreicht. Ich spüre meine weibliche Kraft und die Kraft der anderen Frauen, die wiederum meine Kraft „anfeuert“. Jede Frau gibt ihr „Frau sein“ in den Kreis und dadurch entsteht ein kraftvoller Frauenkreis mit all dem, was zu Frau sein gehört. Nicht nur das Schöne, Helle, Freudige, sondern auch das Dunkle, die Scham, das Schmerzvolle, hat seinen Platz. Wenn es möglich ist, all das mit Liebe und Achtsamkeit zu betrachten und zu fühlen, wirkt das sehr entspannend.

Achtsamkeit drückt sich für mich auch in der Sprache aus. Welche Worte wähle ich? Spreche ich schnell und hektisch oder ruhig und entspannt. Erkenne ich, dass ich aufgeregt bin an meiner Stimmlage?

Auf 3 Ebenen achten

Achtsamkeit kann ich gut auf den drei Ebenen Körper/Geist/Seele „üben“:

Wie fühlt sich mein Körper an, wenn ich spreche? Wo spüre ich Verspannungen? Spüre ich meine Füße auf dem Boden? Höre ich mein Herz schlagen? Was und wie denke ich (über mich/dich)? Denke ich die ganze Zeit oder gibt es auch Zeiten, wo sich mein Geist entspannt? Welche Gefühle fühle ich gerade jetzt und wie geht es mir damit? Kann ich damit sein oder muss ich sie wegdrücken, indem ich etwas esse, fernsehe, Alkohol trinke?

Achtsamkeit im Alltag

3 einfache Möglichkeiten, Achtsamkeit im Alltag zu praktizieren:

1. Ich mache das, was ich gerade zu tun habe, für 2 Minuten ganz bewusst und langsam, z.B. in den Computer tippen, essen, abwaschen oder den Geschirrspüler ausräumen… eine wirklich alltägliche Arbeit ganz langsam und achtsam gemacht und schauen, was passiert. Welche Gedanken, Gefühle kommen, Köperreaktionen. Gedanken können z. B. sein: Ich habe so viel zu tun, für so was habe ich wirklich keine Zeit, das Gefühl dazu ist vielleicht Wut, eine Körperreaktion könnte sein, dass ich stark zu schwitzen beginne. Vielleicht ist aber auch alles ganz anders.

Das Reduzieren des Tempos und die Bewusstheit bringen dich ganz zu dir und zu dem, was jetzt gerade ist… in dir … mit dir. Du kannst es auch gerne 5 Minuten versuchen. Nach dieser Zeit wechselst du wieder in dein gewohntes Tempo.

Gut ist, wenn du im Laufe des Tages immer wieder mal für 2 bis 5 min in die achtsame Haltung wechselst, sprich das Tempo reduzierst und dabei ganz wach bleibst. Wichtig dabei ist die Haltung einer kindlichen Neugierde. Nicht wertend zu beobachten, sondern eher im Sinne: Aha, so ist das bei mir!

2. Die Arbeit unterbrechen, sich an einen anderen Ort im Raum begeben und einer Musik lauschen, die dein Herz berührt. Lass dich davon berühren! Mich bringt das immer sofort ins JETZT. Eine andere Möglichkeit ist, sich intuitiv zu der Musik zu bewegen… das dauert 5 min und weckt meine Wachheit und Lebensgeister!!!

3. Wenn nichts von dem möglich ist…. atmen geht immer! Sitzen und ein- und ausatmen. Bewusst, den Atem wahrnehmen, die sich hebende und senkende Bauchdecke. Die übrigen Körperteile wahrnehmen und immer wieder wahrnehmen ohne sich zu bewerten!!!

Deine Maria

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.